Schönheitsideale - Schönheitsideale in Asien
   
 
  Schönheitsideale
  Schönheitswahn im Wandel
  Essstörung
  Schönheitsoperation
  Schönheitsvorstellungen in verschiedenen Kulturen
  => Schönheitsideale in Afrika
  => Schönheitsideale in Asien
  Schönheitsideale in den Medien
  Psychologischer Hintergrund
  Ess-o-Ess- Hilfsangebote
  Kontakt
  Forum
  Quellen
  Pro Ana
Schönheitsideale in Asien

Weltweit werden Frauen und Männer durch Schönheitsideale und Schönheitsbräuche in ihrer Freiheit und Unversehrtheit eingeschränkt, doch in China und Japan nimmt die Bevölkerung weitaus größere Schmerzen in Kauf, als uns in der westlichen Welt bekannt ist.

Ein weit verbreiteter Brauch in China war die Tradition des Füßebindens. Dieser Brauch wurde jedoch Anfang des 20ten Jahrhunderts verboten, ist aber trotzdem noch in China zu finden, jedoch nur in kleinen unzivilisierten Volksstämmen.

Schon im Kindesalter von zwei Jahren wurden den Mädchen die Füße von ihrer Mutter so eng und stark bandagiert, das die Fußknochen brachen. Täglich wurden die Bandagen enger geschnürt, bis die Füße nach drei Jahren praktisch tot waren. So wuchsen die Füße nicht mehr weiter und verformten sich zu Klumpen.




Die Füße werden als Goldlotus oder Lilienfuß bezeichnet. Diese Tradition wurde ca. tausend Jahre lang durchgeführt um den Männern zu gefallen. die Schönheit einer chinesischen Frau wurde an ihren Füßen gemessen. Sehr kleine gebundene Füßeund die daraus resultierende Leidensfähigkeit erhöhte den Wert eines Mädchens auf dem Heiratsmarkt enorm. Eine Frau mit normal geformten Füßen hatte keine Heiratschance. Dafür wurden lebenslange Schmerzen undeine stark eingeschränkte Bewegungsfähigkeit in Kauf genommen.

Diese grausame Tradition wird nur noch in kleinen Volksstämmen weitergeführt und es ist darauf zu hoffen, dass das Verbot auch dorthin vordringt und befolgt wird.

In Japan herrscht ein sehr bekanntes Schönheitsideal, welches durch die Geisha repräsentiert wird: die weiße Haut. Das Markenzeichen der Geisha ist ein weiß gepudertes Gesicht und ein rubinroter Mund.
Schon in den frühen Jahrhunderten waren weiße Gesichter das Schönheitsideal, da weiße Haut als Zeichen des Adels galt. Frauen hielten sich oft innerhalb ihres Hauses auf und benutzten schon früh Puder aus Mineralien oder Reis, Hirse und Gerste, um sich das Gesicht weiß zu färben.

Zwischenzeitig hat sich Japans Schönheitsideal jedoch geändert. Werbeposter vom Ende der 60er Jahre zeigen Frauen mit sonnengebräunter Haut, doch dieser Trend hielt nicht lange an und seit den 90er Jahren ist das Werbefernsehen ausschließlich von Frauen mit hellen, fleckenloser Haut dominiert. Heutzutage wollen die Japanerinnen auch im Sommer helle Haut haben und lassen sich das einiges Kosten.

                               

Ein weiterer Bestandteil des traditionellen weißen Make-ups ist ein Muster im Nacken, welches stilisierte Schamlippen darstellen soll und als äußerst erotisch gilt. Dieses Muster ist jedoch hauptsächlich bei den Geishas zu finden. Da die Geishas für die japanische Bevölkerung absolute Schönheit verkörpern, breitet sich dieses Merkmal von Schönheit immer weiter aus.
Mittlerweile machen die Whitening-Produkte ein Viertel des gesamten japanischen Marktes für Hautpflegemittel aus und wachsen weiter.

Eine weiterer bekannter asiatischer Schönheitsbrauch ist der sogenannte „Giraffenhals“, welcher noch bei einem thailändischen Volksstamm sehr ausgebreitet ist. Dieser Stamm nennt sich Padaung, nach ihrem Halsschmuck (pa „drumherum“, daung „glänzendes Metall“). Mit glänzendem Metall sind die Messingringe gemeint,die die Frau um ihren Hals trägt.



Je mehr Ringe eine Frau trägt, desto größer ist ihr Brautpreis und ihr Ansehen. Aus diesem Grund bekommen die Mädchen im alter von fünf Jahren ihren ersten Halsring umgelegt. Jedes Jahr wird dem Mädchen ein Ring mit mehr Windungen angelegt, wodurch der Kopf immer weiter von den Schultern gedehnt wird und die Schlüsselbeine nach unten gedrückt werden. Nach einigen Jahren ist die Halsmuskulatur verkrümmt und kann das Gewicht des Kopfs ohne die Ringe nicht mehr tragen und dieser Schönheitsbrauch wird zur Lebensnotwendigkeit
.
Mit diesem Brauch nehmen die Padaung Frauen sowohl Schmerzen als auch große Einschränkungen im Alltag in Kauf.


85955 Besucher
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=